Coronavirus

Finanzierungs- und Liquiditätshilfen

Überbrückungshilfe  wird  verlängert  und  erweitert – die  Überbrückungshilfe  III kommt

Die Überbrückungshilfe unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerin-nen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind. Es handelt sich um unbürokratische und schnelle Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Überbrückungshilfe II läuft derzeit noch bis zum 31. Dezember 2020. Sie soll nach dem Willen von Olaf Scholz und Peter Altmaier nun als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert werden. Die Details stehen fest und werden zeitnah bekannt gegeben. Auch hier wird es weitere Verbesserungen geben, bspw. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Bei der Höhe sind anstelle von bislangmax.50.000 Euro pro Monat künftig bis zumax. 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich.

Neustarthilfe – Besondere Unterstützung für Soloselbstständige

Die Überbrückungshilfe III wird erhebliche Verbesserungen für Soloselbstständige bringen. Betroffene, zum Beispiel  aus  dem  Kunst-und  Kulturbereich, sollen künftig eine  einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000  Euro  für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren  Zuschuss erhalten können. Dazu wird die bisherige  Erstattung von Fixkosten ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe). Damit können  Solo-selbstständige, die im Rahmen  der  Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche  hinnehmen mussten,einmalig 25 Prozent des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf  Leistungen der Grundsicherung  u.ä. anzurechnen.

Es handelt sich um einen unbürokratischen und schnellen Zuschuss, der – wenn die Antragsvoraussetzungen vorliegen – nicht zurückzuzahlen ist.

Antragsberechtigt sind Soloselbstständige, die ansonsten  im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten  geltend machen bzw. geltend  machen können und die  ihr  Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus selbstständiger Tätigkeit erzielt haben. Die volle Betriebskostenpauschale wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbstständigen während der siebenmonatigen  Laufzeit  Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu  einem siebenmonatigen Referenzumsatz 2019 um  mehr  als 50 Prozent zurückgegangen ist.

Höhe der Neustarthilfe

Die Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 25 Prozent  des siebenmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber  5.000 Euro. Auf Leistungen der Grundsicherung und  ähnliche Leistungen ist die Neustarthilfe aufgrund ihrer Zweckbindung nicht anzurechnen.

Die Neustarthilfe soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen  während  der  Laufzeit  Dezember 2020 bis Juni 2021 bei Antragstellung  noch nicht feststehen.

Sollte der Umsatz während der Laufzeit – anders als zunächsterwartet – bei über 50 Prozent des siebenmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Bei  einem  Umsatz von 50 bis 70 Prozent ist ein Viertel der  Neustarthilfe  zurückzuzahlen, bei einem Umsatz zwischen 70 und 80 Prozent die Hälfte und bei einem Umsatz zwischen 80 und 90 Prozent drei Viertel. Liegt  der  erzielte  Umsatz oberhalb von 90 Prozent, so ist die  Neustarthilfe  vollständig  zurückzuzahlen. Wenn die so errechnete  Rückzahlung  unter-halb eines Bagatellbetrags von 500 Euro liegt, ist keine Rückzahlung erforderlich.

Beispiel: Bei 75 Prozent durchschnittlichem Umsatz im  Förderzeitraum müsst  eine Soloselbstständige, die 4.375 Euro Neustarthilfe erhalten hat, die Hälfte zurückzahlen. Die Begünstigten müssen  nach  Ablauf  desFörderzeitraums eine Endabrechnung  durch Selbstprüfung erstellen. Im Rahmen dieser Selbstprüfung  sind etwaige Einkünfte aus ab-hängiger Beschäftigung zu den Umsätzen aus selbständiger Tätigkeit zu addieren. Der Be-willigungsstelle sind anfallende  Rückzahlungen  bis  zum  31.  Dezember 2021 unaufgefordert mitzuteilen und zu überweisen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden Nach-prüfungen statt.

Zeitpunkt der Antragstellung

Die Überbrückungshilfe III, die die Neustarthilfe enthalten wird, soll ab dem 1. Januar 2021 gelten. Aufgrund  der nötigen technischen Programmierungen und  der  Abstimmungen mit den Ländern und derEU-Kommission können die Anträge einige Wochen nach Programm-start  im  neuen  Jahr gestellt werden. Die Details zur Antragstellung werden vermutlich in den nächsten Wochen feststehen.

Corona Überbrückungshilfe – Neues Bundesprogramm

Das neue Bundesprogramm für Corona-Überbrückungshilfen wurde veröffentlicht. Nähere Informationen finden Sie hier:

https://www.nbank.de/Blickpunkt/Uebersicht-der-Hilfsprogramme/index.jsp
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/ueberbrueckungshilfe-1759738

Im Anschluss an die Corona-Soforthilfen des Landes und des Bundes wurde am 08.07.20 die neue Richtlinie „Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen“ veröffentlicht werden, welche sich an kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb richtet, die ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Pandemie vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.

Die Richtlinie „Überbrückungshilfe“ setzt die Vorgaben des Bundes eins- zu- eins um.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen, bei denen der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammen um mindestens 60 % gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten eingebrochen ist. Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 Euro pro Monat, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat. Die maximalen Erstattungsbeträge für kleine Unternehmen können in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden.
Eine Übersicht zur neuen Überbrückungshilfe ist als Anlage 2 – Übersicht Überbrückungshilfe beigefügt. Ebenso erhalten Sie den Richtlinientext (Anlage 3 – Richtlinie Überbrückungshilfe mitgezeichnet nebst Anlage 4 – Anlage Richtlinie Überbrückungshilfen KMU).

Die Antragsstellung ist ab sofort möglich.
Im Unterschied zu den bisherigen Soforthilfen, bei denen die Anträge direkt über die NBank einzureichen waren, ist für diese Hilfe ein zweistufiges Antragsverfahren vorgesehen:
1. Kontaktieren Sie einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buch-prüfer. Sie können Anträge nur in Zusammenarbeit mit diesen Dienstleisterinnen und Dienstleistern stellen. Gemeinsam besprechen Sie dann das weitere Vorgehen zur Antragstellung.
2. Ihr Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer registriert sich auf der bundesweiten Online-Plattform. Alles ist digital: die Antragstellung und das Einreichen der Unterlagen. Außerdem kann sich Ihr Dienstleister hier jederzeit über den Bearbeitungsstand Ihres Antrages informieren. Sobald der Bescheid vorliegt, wird er benachrichtigt.

Das Portal zur Antragsstellung sowie alle wesentlich Informationen finden Sie unter:

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

Falls Sie bisher noch keinen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer haben, hat die Steuerberaterkammer eine Liste mit Steuerberaterinnen und Steuerberatern erstellt, die sich bereit erklärt haben, bislang nicht beratene Mandanten zu betreuen. Die Positivliste (nach PLZ sortiert) können Sie unter dem folgenden Link einsehen:
https://www.stbk-niedersachsen.de/de/ihre_kammer/corona_beratung/

Das Excel-Tool von DATEV kann Ihnen vor Beauftragung eines externen Dritten helfen, die Antragsvoraussetzungen zu prüfen:
https://www.datev.de/web/de/service/software-auslieferung/download-bereich/betriebliches-rechnungswesen/corona-ueberbrueckungshilfe-excel-tool/

Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes

Die bisherige Förderregelung Niedersachsen-Soforthilfe-Corona ist seit dem 31.03.2020 außer Kraft. An ihre Stelle tritt die

für Solo-Selbständige und Angehörige der freien Berufe sowie kleine Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten (Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte sind in Vollzeitäquivalente umzurechnen).

Ziel der Förderung: Die durch die Covid-19-Pandemie gefährdete wirtschaftliche Existenz der Antragsteller soll gesichert werden und aktuelle Liquiditätsengpässe wegen laufender Betriebskosten überbrückt werden. Zu den Betriebskosten zählen z. B. Mieten und Pachten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten.

Kosten zur Bestreitung des Lebensunterhaltes zählen nicht zu den Betriebskosten. Das Bundeswirtschaftsministerium weist insofern auf den vereinfachten Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), insbesondere dem Arbeitslosengeld II, hin.

Die Soforthilfe-Corona besteht aus einer Einmalzahlung in Höhe von:
  • bis zu 9.000 Euro: bei bis zu fünf Beschäftigten
  • bis zu 15.000 Euro: bei bis zu zehn Beschäftigten
  • bis zu 20.000 Euro: bei bis zu 30 Beschäftigten
  • bis zu 25.000 Euro: bei bis zu 49 Beschäftigten

Die tatsächliche Höhe des „bis zu“-Zuschusses richtet sich nach den Betriebskosten, die in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten anfallen und aus den Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb nicht gedeckt werden können (Liquiditätsengpass).

Diese Betriebskosten müssen im Antragsformular beziffert und glaubhaft versichert werden. Die Vorlage entsprechender Belege wird nicht verlangt; diese müssen aber für evtl. Überprüfungen für einen Zeitraum von 10 Jahren bereitgehalten werden.

Alle Informationen und Antragsunterlagen zum download finden Sie unter www.soforthilfe.nbank.de.

Wie gehen Sie jetzt vor?

Sie haben bereits einen Antrag auf die bisher gültige Niedersachsen-Soforthilfe gestellt und eine Bewilligung der NBank erhalten?

Wenn der bereits bewilligte Zuschuss zur Beseitigung Ihres Liquiditätsengpasses nicht ausreicht, können Sie nun zusätzlich einen Antrag auf die mit Bundesmitteln unterstützte Soforthilfe stellen.

Sie haben mit Stichtag 31.03. (vor Freischaltung der neuen Förderrichtlinien) einen Antrag auf Niedersachsen-Soforthilfe gestellt und noch keine Bewilligung erhalten?

Wenn der NBank ein korrekt ausgefüllter, vollständiger Antrag vorliegt und Sie zudem antragsberechtigt sind, wird dieser weiter unter den zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Förderbedingungen der Niedersachsen-Soforthilfe Corona bearbeitet. Sie erhalten dann eine Bewilligung der NBank.

Schon vor Erhalt der Bewilligung können Sie zusätzlich einen Antrag auf die mit Bundesmitteln unterstützte Soforthilfe stellen.

Sie haben bisher keinen Antrag auf Soforthilfe des Landes gestellt?

Wenn Sie antragsberechtigt sind (bitte prüfen anhand der Produktinformation), können Sie einen Antrag auf  Gewährung der „Niedersachsen-Soforthilfe  Corona mit Unterstützung des Bundes“ stellen.

So stellen Sie Ihren Antrag:

  1. Laden Sie auf www.soforthilfe.nbank.de das Antragsformular herunter und speichern Sie diese Unterlagen auf Ihrem PC.
  2. Öffnen Sie den Antrag (rechte Maustaste „öffnen mit“) von dem Speicherort auf Ihrem PC mit dem aktuellen Adobe Acrobat Reader DC.
  3. Füllen Sie den Antrag am PC aus und speichern Sie ihn wieder.
  4. Senden Sie eine E-Mail an  mit folgenden Anlagen:
    ausgefülltes Antragsformular, unterschriebene Kopie vom Personalausweis (Vorder- und Rückseite) des Antragstellers.
  5. Die im download-Bereich unter www.soforthilfe.nbank.de angebotene „Erklärung zu Kleinbeihilfen“ müssen Sie nur dann ausfüllen und mit Ihrem Antrag an die NBank senden, wenn Sie in den Jahren 2018, 2019 und bis heute bereits andere Kleinbeihilfen erhalten oder beantragt haben.
Weiterführende Verlinkungen und Informationen zu Finanzierungs- und Liquiditätshilfen

Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer

https://www.ihk-oldenburg.de/geschaeftsfelder/unsereregion/corona/hilfe-bei-finanzierung-4738936#titleInText5

Wirtschaftsförderung des Landkreises Friesland

https://www.friesland.de/portal/seiten/wirtschaftsfoerderung-901000424-20800.html?rubrik=901000003

Wirtschaftsförderung der Stadt Wilhelmshaven

https://www.wilhelmshaven.de/Wirtschaft/Coronavirus_Wirtschaftshilfen.php#II.1.1

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