Coronavirus

Arbeitsmedizinische Hinweise

Die folgenden arbeitsmedizinischen Hinweise und Angegbote stellen wir gemeinsam mit der Facharztpraxis für Arbeitssicherheit, Betriebs- und Rettungsmedizin Loddo, Lück & Partner für Sie zusammen und aktualisieren diese fortlaufend.

Allgemeine Informationen zu Schutzmasken

Einmalartikel sollten wegen der hohen Erregerexposition im medizinischen Bereich durch Corona-Viren und andere gefährliche Viren, Bakterien und weitere Erregern den Ärzten und dem pflegerischem Personal vorbehalten bleiben.

Zudem wird bezweifelt, dass ein ausreichender Nachschub über lange Zeit gewährleistet werden kann. Im Gespräch sind lange Monate bis mehrere Jahre coronabedingte Hygieneauflagen. Schon jetzt wird über Handelsbeschränkungen durch den Hauptproduzenten China und längere Vertriebswege berichtet. Schließlich stellt sich die Frage nach der Entsorgung der exorbitanten Mengen von Einmalmaterial.

Eine gute Alternative stellt eine Gesichtsmaske aus Stoff dar, despektierlich „Behelfsmaske“ genannt.

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden Stoffmasken von Generationen von Chirurgen und Pflegenden, auch bei der Versorgung von infektiösen Patienten, mit Erfolg auch zum Eigenschutz verwendet.

Zudem sind sie nachhaltig, einfach aufzubereiten und machen Betriebe und Einzelpersonen autark. 

Defizitär ist ein einheitlicher Standard bei Material, Verarbeitung und Endkontrolle. Endsprechend vielfältig sind die Angebote, von guter Anwendungsoption bis hin zur völligen Unbrauchbarkeit.

Richtig ist aber auch, dass alle Masken, seien Sie aus Stoff oder Einmalartikel, grundsätzlich nur ein Element der Eindämmung der Pandemie sind. In jedem Fall sind stets die Abstandsregeln und behördlichen Empfehlungen zu beachten und Händereinigung, Nieshygiene und ggf. Flächendesinfektion durchzuführen.

Allgemeine Informationen zu Beschaffungsmöglichkeiten von Masken, Desinfektionsmittel und medizinischer Schutzkleidung

Das Coronavirus stellt Unternehmen zunehmend vor rechtliche und finanzielle Herausforderungen, zudem müssen von den Unternehmen vorgegebene Hygienevorschriften eingehalten werden und entsprechende Schutzmasken und Desinfektionsmittel für ihre Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden.
Für viele Unternehmen stellt sich aktuell die Frage, wo jetzt zertifizierte Schutzmasken, Desinfektionsmittel und weitere medizinische Schutzbekleidung unbürokratisch, zeitnah und in ausreichender Menge bestellt werden kann.

Aus diesem Grund haben wir Ihnen in der folgenden Übersicht, die uns gemeldeten Angebote nach dem Motto „Von AWV-Mitgliedsunternehmen für AWV-Mitgliedsunternehmen“ zusammengestellt.

Für Rückfragen zu den aufgelisteten Produkten wenden Sie sich gerne direkt an die jeweiligen Ansprechpartner in der Übersicht.

Für weitere Rückfragen oder Angebote zu Schutzmasken, Desinfektionsmitteln, Handschuhen oder weiterer medizinischer Schutzkleidung kontaktieren Sie uns auch gerne per E-Mail oder telefonisch in der AWV-Geschäftsstelle.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Der folgende Maßnahmenkatalog des Bundesministerium für Arbeit und Soziales beschreibt besondere Arbeitsschutzmaßnahmen, welche das Ziel verfolgen Infektionsketten zu unterbrechen, um die Gesundheit von Beschäftigten zu sichern. Dieser Maßnahmenkatalog wird fortlaufend aktualisiert.

SARSCoV2_Arbeitsschutzstandard

Ablaufplan bei nicht zu vermeidender Unterschreitung des Mindestabstands von 1,5 m

Der Ablaufplan spricht Empfehlungen aus wie Sie sich verhalten können wenn der Mindestabstand von 1,5m nicht eingehalten werden kann.

Ablaufplan_Mindestabstand

 

Corona-Virus: Welcher Mechanismus macht den Ausbruch im Gegensatz zu anderen Pandemien so gefährlich?

Das CoVid 19-Virus zeichnet sich durch eine hohe Kontagiosität aus. Unter dem Begriff versteht man das Maß an Übertragungsfähigkeit eines Organismus. Diese ist höher als z.B. die Kontagiosität des Grippeerregers.
Hinzu kommt, dass mit 6 – 10 Tagen (ca. 3 Tage bei Influenza) eine relativ lange Inkubationszeit vorliegt. Unter der Inkubationszeit versteht man die Zeit, zwischen dem Eindringen des Erregers in den Organismus und dem Ausbruch der Symptome. Unglücklicherweise sind die Infizierten während dieser Zeit infektiös, d.h. sie sind in der Lage, das Virus weiterzugeben.
Des Weiteren gibt derzeit weder therapeutische noch Impfoptionen, sodass wir der Infektion – im Gegensatz zur Influenza – ausgeliefert sind.

Fazit: Hohe Kontagiosität, lange Inkubationszeit, keine therapeutischen Optionen und keine Impfung

Welche protektiven Maßnahmen machen Sinn?

Mindestens 1,5 Meter Abstand einhalten
Häufiges Waschen der Hände für 30 Sekunden
Infizierte sollen Masken tragen, um Gesunde vor Infektionen zu schützen

Wie soll man bei Schwangerschaft verfahren?

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Schwangere, Föten oder Embryonen ein erhöhtes Risiko haben.

Welche Testverfahren gibt es?

Das genaueste Testverfahren ist die PCR. Dabei wird das Genom des Virus direkt nachgewiesen. Der Nachteil dieses Verfahrens ist vom Preis abgesehen, ist die Dauer (ca. 24 – 36 Stunden – da er nicht vor Ort, sondern nur in einem Labor durchgeführt werden kann
Abhilfe werden die sogenannten Antikörpertests bringen. Diese sind deutlich weniger aufwendig und können in der Regel vor Ort durchgeführt werden.
Der Antikörpertest misst die Immunantwort des Körpers auf die Corona-Infektion nach. Der wesentliche Nachteil besteht allerdings darin, dass die Immunantwort erst einmal formuliert werden muss, was ca. 5 – 8 Tage dauert. D.h. während eines großen Teils der Inkubationszeit, in der die Individuen bereits infektiös sind, fällt dieser Test negativ aus. Damit täuscht er eine falsche Sicherheit vor.

Goldstandart bleibt also die PCR

Wo liegen die Engpässe in der medizinischen Diagnostik und warum?

Zurzeit ist ein wesentlicher Engpass die Kapazität der Laborgeräte, die nicht auf einen 24-Stunden-Betrieb ausgerichtet sind.
Darüber hinaus kommt es oft wegen der hohen weltweiten Nachfrage zu Engpässen bei der Lieferung der Testreagenzien.