WirtschaftsImpulse Nordwest: „Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Verstöße gegen das Mindestlohngesetz sind keine Kavaliersdelikte“

Wilhelmshaven – Unter dem Titel „Der Zoll in der Praxis – Ablauf einer Prüfung durch das Hauptzollamt“ begrüßten Henning Wessels,  Referent für Weiterbildung & Arbeitsmarkt des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e. V und Bernd Seifert, Geschäftsführer Recht der Oldenburgischen IHK die 60 Teilnehmer im Rahmen der Veranstaltungsreihe „WirtschaftsImpulse Nordwest“ im Vortragsraum des Deutschen Marinemuseum.

„WirtschaftsImpulse Nordwest“ ist eine Initiative des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade e. V. (AWV) und der Oldenburgischen IHK. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe werden regelmäßig über verschiedene Rechts- und Wirtschaftsthemen informiert, die für die Unternehmen der Region Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund von Bedeutung sind.

Mit der Einhaltung des Mindestlohngesetzes gehen einige Anforderungen an bestimmte zu erfüllende Melde-, Beitrags- und Aufzeichnungspflichten für die Arbeitgeber einher.

Diese Pflichten sowie die Einhaltung der Arbeitsbedingungen nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz (AEntG) und dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), werden durch die Zollbehörden geprüft. Wie so eine konkrete Überprüfung abläuft und welche Besonderheiten die Arbeitgeber in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen haben, schilderten die beiden Mitarbeiter des Hauptzollamts Oldenburg Guido Heinisch und Heinz John den Unternehmensvertretern in ihrem Vortrag praxisnah.

Nicht am falschen Ende zu sparen lautet der Rat der beiden Hauptzollamts-Mitarbeiter an die Unternehmensvertreter. „Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Verstöße gegen das Mindestlohngesetz sind keine Kavaliersdelikte. Arbeitgeber, die den fälligen Mindestlohn nicht bezahlen und dabei erwischt werden, müssen mit empfindlichen Bußgeldern rechnen“, so Heinz John und Guido Heinisch.

In der anschließenden Diskussion blieb ausreichend Zeit, damit die beiden Zollvertreter die zahlreichen Fragen der Anwesenden beantworten konnten. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine fachkundige Führung durch das Deutsche Marinemuseum.